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10 Jahre GKR — Mit Leidenschaft für ein zukunftsfähiges Sammelsystem für Getränkekartons

Seit 2008 engagieren sich die Mitglieder des Vereins Getränkekarton-Recycling Schweiz (GKR) für die sinnvolle Förderung eines flächendeckenden Sammelsystems für Getränkekartons (z.B. von Tetra Pak). Haupterkenntnis aus zehn Jahren inspirierendem und motivierendem Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft: Es wird in der Schweiz in Sachen Recycling einiges, jedoch noch lange nicht genug getan.

Optimierung liegt vielen am Herzen
Wir haben über die Jahre zahlreiche innovative und vorwärtsdenkende Menschen getroffen. Sie ermöglichen das Recycling von Getränkekartons bereits heute im Detailhandel oder in Gemeinden und nehmen damit in unserem Land eine Vorreiterrolle ein. Eine stetig wachsende Anzahl von Konsumentinnen und Konsumenten sammelt und entsorgt zudem Getränkekartons mit natürlicher Selbstverständlichkeit und Freude. Ihr Engagement auch bei anderen Sammlungen zeigt, dass ihnen Recycling am Herzen liegt.

Es kursieren allerdings noch immer Argumente gegen das Recycling von Getränkekartons. Wie auch immer diese lauten mögen, eines ist nicht von der Hand zu weisen: Eine flächendeckende Sammlung in der ganzen Schweiz ist sinnvoll und morgen schon möglich. Es existieren bereits Sortieranlagen, die dank neuer Module für Getränkekartons eine saubere Sortierung problemlos meistern; und es gibt die Model AG, welche eine neue Anlage in Betrieb genommen hat, die das Recycling aller Getränkekartons aus dem Schweizer Markt ermöglicht.
Die überzeugendsten Gründe für eine sofortige Implementierung? Unsere Umwelt profitiert davon und unser heutiger Konsum geht nicht zu Lasten kommender Generationen.

Der Knackpunkt: die Finanzierung
Warum die Implementierung einer flächendeckenden Sammlung bisher nicht stattfindet, ist an einem klaren Grund festzumachen: es fehlt das Finanzierungssystem. Möglich wäre die Sammlung mittels vorgezogenem Recyclingbeitrag, für dessen Realisierung aber die Mithilfe aller Teilnehmenden der Wertschöpfungskette notwendig ist.

Umdenken führt zum Fortschritt
Die Welt steht nicht still und in vielen Ländern hat man dies in Sachen Recycling begriffen. Nicht mehr lange und die Schweiz hinkt dieser Entwicklung hinterher. Es ist klar, dass die damit verbundenen Herausforderungen für Einzelkämpfer — ob Individuen, Verbände, Unternehmen oder die Politik — zu gross sind. Wir müssen uns also zusammentun und das Thema gemeinsam angehen. Dazu ist ein Umdenken notwendig: Es stellt sich nicht länger die Frage, wieso etwas recycelt werden soll. Die Frage sollte vielmehr lauten, wieso etwas nicht recycelt wird. Denn es ergibt zweifelsohne Sinn, dass jede Verpackung, die recycelt werden könnte, auch im Recycling landet.

Präsident, Dr. Josef Meyer