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Innovationen im Getränkekarton-Recycling

Mitten in der schönen Bündner Bergwelt ist der Sitz von Puracenter. In der Genossenschaft haben sich die regionalen Bergbauern zusammengeschlossen. Das Puracenter verarbeitet in der eigenen Molkerei die einheimische Bergmilch zu Milch- und Käsespezialitäten, welche in der regionalen Gastronomie sowie im Detailhandel angeboten werden. 

Der Geschäftsführer Bruno Zenklusen spricht mit uns über seine konkreten Engagements im Bereich Innovation und Nachhaltigkeit.

Wie ist das Puracenter entstanden und wie hat sich das Angebot seit der Entstehung gewandelt?
Die Puracenter AG wurde ursprünglich 1996 von den Milchlieferanten von Lenzerheide, Valbella, Lain, Muldain und Zorten gegründet. Die Firma hat sich über die Jahre soweit gewandelt, dass wir heute sieben Spar-Filialen betreiben, die Molkerei vergrösserten und einen Gemüsehandel integrierten. Gerade bei den Öffnungszeiten haben sich die Kundenbedürfnisse verändert; es werden immer längere erwartet.

Welche Rolle spielen Nachhaltigkeit und Innovation bei Ihnen?
Die Nachhaltigkeit spielt in der heutigen Zeit natürlich eine immer grössere Rolle. Und Innovation geht meiner Meinung nach in der heutigen schnelllebigen Zeit etwas verloren. Deshalb probieren wir in unserem Wirkungsbereich das zu machen, was möglich ist. Getränkekarton-Recycling ist für mich eine Innovation im Nachhaltigkeits-Bereich. In ganz Europa wird es bereits gemacht. Nur in der Schweiz noch nicht flächendeckend. Es ist gut für die Umwelt und unsere Kunden begrüssen das Angebot sehr.

Das Puracenter betreibt als Franchisenehmer mittlerweile 7 SPAR-Filialen im Kanton Graubünden. Viele lokale Dorfläden in Bergregionen kämpfen mit grossen Herausforderungen. Was machen Sie vielleicht anders und wo setzen Sie Schwerpunkte, dass Sie auch in Zukunft ein nahes Einkaufserlebnis für den täglichen Bedarf anbieten können?
Wir setzen unsere Schwerpunkte stark auf einheimische und regionale Produkte. Unsere aktuellste Neuheit sind verschiedene lokale Fondue-Kreationen im Gourmet-Bereich. Ein Mitarbeiter von uns hat ein spezielles Flair dafür entwickelt und er findet immer wieder neue Kreationen: Zum Beispiel ein Champagner-Fondue, ein Steinbock-Fondue oder ein Fondue aus Lumnezia. Dabei geht es immer um Käse mit einem regionalen Bezug.

Spar hat als erste Detailhändlerin bereits 2014 Getränkekarton-Recycling eingeführt. Und jetzt wird zum ersten Mal in der Schweiz auf ihrer Verpackung der „Lenzerheide Bergmilch“ das offizielle GKR-Piktogramm abgebildet. Ist es Zufall, dass Sie die ersten sind?
Wir haben schon 1996 bei der Milchverpackung darauf geachtet, dass sie wieder verwertet werden kann. Damals noch in den weissen Milchflaschen aus Plastik. Zu dieser Zeit war es das Einzige, was möglich war. Und jetzt sind wir natürlich auch ein bisschen stolz, dass wir Getränkekartons mit dem offiziellen Logo im Sortiment haben.

Sie betreiben auch eine Milch-Pipeline. Was kann man sich darunter genau vorstellen?
Die Milch-Pipelines führen von den zwei Alpen Scharmoin und Lavoz direkt in unsere Molkerei. Die Idee und der grosse Vorteil dahinter ist, dass man nicht mit dem Milchtanklastwagen in unserer schönen Alpenwelt herumfahren muss, um die Milch abzuholen. Die entwickelte Anlage ist sicher auch eine Innovation zu Gunsten der Umwelt.

Die Molkerei Puracenter stellt aus der Lenzerheidner Kuhmilch viele feine Milchprodukte und Käsespezialitäten her. Welches ist ihr ganz persönliches Lieblingsprodukt?
Das wechselt immer wieder. Und es kommt auch ganz darauf an, wie viel Sport ich betreibe. Im Moment ist es das Schoggi-Joghurt.

 

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