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Zahlen und Fakten zum Getränkekarton-Recycling
 

Zum Thema Getränkekarton-Recycling hört und liest man immer wieder Aussagen, die nicht der Realität entsprechen. Wir haben die wichtigsten Zahlen und Fakten zusammengetragen.
 

#1: Der Getränkekarton besteht aus einem wertvollen Rohstoff
Ein Getränkekarton besteht zu 75% aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz (Papierfasern). In der Kartonindustrie können die Papierfasern zu 100% recycelt werden und sind ein begehrter Sekundärrohstoff für die Herstellung von neuen Verpackungen aus Wellkarton. Die hochwertigen Papierfasern können bis sieben Mal wiederverwertet werden.

#2: Getränkekarton-Recycling ist ökologisch sinnvoll
Recycling von Getränkekartons ist in jedem Fall besser als Verbrennen, denn mit dem Recycling wird der nachwachsende Rohstoff Holz geschont. Durch die Wiederverwendung der Papierfasern, die im Getränkekarton enthalten sind, kann pro Jahr so viel Holz eingespart werden, wie in einem Jahr auf einer Fläche von 11'000 Fussballfelder wachsen würde.

#3: Getränkekarton-Recycling ist technisch problemlos möglich
Die Getränkekartons können in einer Papierfabrik problemlos recycelt werden. In der Schweiz leistet die Papierfabrik Model AG beim Getränkekarton-Recycling Pionierarbeit. Ab Frühjahr 2017 wird eine neue Anlage in Betrieb genommen, die alle Getränkekartons recyceln kann, die in der Schweiz anfallen.

#4: Getränkekartons sind nach Glas und PET die dritthäufigste Getränkeverpackung
Pro Jahr fallen in der Schweiz rund 700 Mio. Getränkekartons an. Das ergibt ein Verpackungsgewicht von rund 20'000 Tonnen.

#5: Getränkekarton-Recycling ist ein Beitrag der Gesellschaft an unseren Planeten
730 kg Abfall produzieren Herr und Frau Schweizer pro Jahr. Damit liegen wir hinter Dänemark und USA auf Platz drei der Abfallsünder. Unsere Abfallmenge nimmt jährlich zu. Davon wird nur rund die Hälfte recycelt. Mit Getränkekarton-Recycling leisten Konsumenten einen aktiven Beitrag an die Ressourcenschonung und sind damit Teil der Lösung gesellschaftlicher Nachhaltigkeitsherausforderungen.

#6: Ein nationales System für Getränkekarton-Recycling kostet gleich viel wie bestehende Systeme
Die Kosten für eine Separatsammlung von Getränkekartons bewegen sich im gleichen Rahmen wie bestehende Systeme (z.B. PET-Recycling). Das zeigen Systemrechnungen und praktische Erfahrungen im erfolgreich durchgeführten Pilotversuch. Der etablierte und breit akzeptierte vorgezogene Recyclingbeitrag (vRB) könnte auch für Getränkekarton-Recycling eine passende Finanzierungslösung sein.

#7: Getränkekarton-Recycling ist ein offensichtliches Kundenbedürfnis
Studien zeigen, dass 89 Prozent der Konsumenten in der Schweiz Getränkekartons sammeln und zurückgeben würden, wenn das Angebot an Sammelstellen vorhanden wäre. Praktische Erfahrungen bestätigen das Kundenbedürfnis.

#8: Bei Getränkekarton-Sammelstellen entstehen keine Geruchsemissionen
Die Erkenntnisse aus den Pilotsammelstellen bei Volg, Spar und in den Gemeinden zeigen, dass keine nennenswerten Geruchsprobleme vorkommen. Auch in Ländern wie Deutschland oder Österreich, wo Getränkekarton-Recycling bereits seit langem Realität ist, gibt es keine Geruchsprobleme.

#9: Die Fehlwurfquote ist beim Getränkekarton-Recycling äusserst tief
Das gesammelte Material aus den Pilotsammlungen weist eine hohe Reinheit auf. Die Fehlwurfquote liegt bei unter drei Prozent.
 

Getränkekarton- und Plastikflaschen-Recycling: „Gemeinsame Sammlung“
 

#1: Innovationen auf dem Recyclingmarkt ermöglichen gemeinsame Sammlung
Dank Innovationen im Schweizer Recyclingmarkt ist es möglich Getränkekartons und Plastikflaschen sauber voneinander zu trennen (Sortierreinheit von über 98%) und anschliessend nach gängigen Methoden separat zu verwerten. Die Müller Recycling AG in Frauenfeld hat dazu im Frühling 2015 eine neue Sortieranlage in Betrieb genommen.

#2: Der Gesamtnutzen ist bei einer gemeinsamen Sammlung höher
Der Gesamtnutzen bei der gemeinsamen Sammlung (aus ökologischer, ökonomischer und gesellschaftlicher Sicht) ist trotz Sortierkosten höher als wenn beide Verpackungen separat gesammelt werden. Grund ist laut Experten, dass die neue gemeinsame Sammlung konsumentenfreundlicher ist, was zu einer höheren Sammelmenge und einer tieferen Fehlwurfquote führt.

#3: Die gemeinsame Sammlung bietet Synergien im Handel
Die gemeinsame Sammlung kann nahtlos in die bestehenden Logistikprozesse bei ALDI SUISSE eingebettet werden. Für die Rückschublogistik des gesammelten Materials werden praktisch keine zusätzliche Fahrten benötigt. Das gesammelte Material wird von den Lastwagen, welche die Filiale mit Gütern beliefern, mitgenommen und dem Sortier- und Recyclingprozess zugeführt. 

#4: Die gemeinsame Sammlung ist praktisch
Da zwei Fraktionen gemeinsam gesammelt werden, wird bei den Sammelstellen weniger Platz benötigt. Eine bestehende Plastikflaschen-Sammlung kann unkompliziert mit Getränkekarton-Recycling ergänzt werden. Auch für die Kunden ist die gemeinsame Sammlung von Getränkekartons und Plastikflaschen ein Vorteil, da der Entsorgungsvorgang vereinfacht wird. Beide Sammelgüter können zu Hause miteinander gesammelt werden und bei der Sammelstelle gibt es nur ein Einwurfloch für beide Verpackungen.