BERICHTE UND STUDIEN

Die Ökobilanz sagt ja

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Sammelstellen

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THEMENBEILAGE IM TAGESANZEIGER: NACHWACHSENDE ROHSTOFFE IN VERPACKUNGEN

Verpackungen, die biologisch abbaubar sind, mehrfach genutzt und recycelt werden können, reduzieren den Müllberg, schonen die Umwelt und wirken sich positiv aus auf die CO2-Bilanz eines Unternehmens. Zudem interessieren sich zunehmend die Konsumentinnen und Konsumenten dafür.

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE: DIE KURZVERSION DER ÖKO-EFFIZIENZ STUDIE ZUM GETRÄNKEKARTON-RECYCLING

Die Basler Firma Carbotech AG analysierte im Auftrag von Getränkekarton-Recycling Schweiz ob das stoffliche Recycling von Getränkekartons ökonomisch und ökologisch Sinn macht. Die Zusammenfassung dieser Studie ist hier kostenlos zum Download verfügbar.

Ausschnitt:
Getränkekarton-Recycling senkt die Umweltbelastung
Gemessen mit der Bewertungsmethode der Umweltbelastungspunkte schneidet das Getränkekarton-Recycling (Recycling der Fasern sowie Verwertung des Rejects in einem Zementwerk) bis zu einem Drittel besser ab als die energetische Nutzung (bei der daraus Wärme und Strom bereitgestellt werden) des Getränkekartons in einer durchschnittlichen Kehrichtverbrennungsanlage (KVA). Auch im Vergleich mit einer energetisch optimierten KVA schneidet das Getränkekarton-Recycling tendenziell besser ab.
 
Die Kurzversion der Studie können Sie hier runterladen:
PDF Summary zur Studie: Öko-Effizienz Analyse Getränkekarton-Recycling

SO ENTSTEHEN AUS GETRÄNKEKARTONS NEUE PRODUKTE

Jährlich werden in der Schweiz mehr als 700 Millionen Getränkekartonverpackungen über den Haushaltabfall entsorgt, sprich verbrannt. Schade um die rund 20'000 Tonnen Verpackungsmaterial, liefern sie doch der Kartonindustrie wertvolle Sekundärrohstoffe, die wiederverwertet werden könnten.

Die Verwertung im Film:

Professionelles Recycling von Getränkekartons ist machbar, im Kern sehr einfach und vor allem höchst effizient und kostengünstig. Ein wirtschaftlicher Weg um Ressourcen zu schonen und COzu sparen! Getränkekartons enthalten zu 75 Prozent Zellstoff mit langen Fasern, ein begehrter Rohstoff für die Kartonindustrie. Die restlichen 25 Prozent der Verpackung bestehen aus Polyethylen und Aluminium. Diese Anteile können in Zementwerken als Ersatzbrennstoff genutzt oder mit speziellen Technologien aufbereitet und ebenfalls stofflich verwertet werden.

Eine „Waschmaschine“ macht’s möglich

Recycling ohne Chemikalien

Die Recyclinganlage für Getränkekartons funktioniert im Prinzip wie eine grosse Waschmaschine. Gebrauchte Getränkekartons werden über ein Förderband in den Pulper befördert. Der Pulper ist eine grosse Trommel, eben die „Waschmaschine“, die nur Wasser enthält. Dann wird während ein paar Minuten kräftig gerührt, mehr braucht’s nicht, der Recyclingprozess funktioniert ganz ohne Einsatz von Chemikalien! Und der Recyclingprozess ist auch nicht neu, er wird schon seit Jahren bei der üblichen Kartonaufbereitung eingesetzt.

Karton-Fasern zurückgewinnen

Die Getränkekartons weichen auf. Wasser gelangt zwischen die Schichten, so dass sie sich beim Rühren von einander trennen. Aus dem ursprünglich festen Karton wird durch diesen Prozess innerhalb von kurzer Zeit ein wässriger, brauner Faserbrei.

Sekundärrohstoffe trennen

Über eine Sortiertrommel werden die Kartonfasern von den Reststoffen (Polyethylen- und Aluminium-Folie) getrennt. Der wertvolle Faserstoff wird abgeschwemmt, danach in mehreren Prozessschritten gereinigt, eingedickt und schliesslich zur Papiermaschine gefördert.

Rohstoffe wieder produktiv nutzen

Der Faserstoff ist der wieder nutzbare Rohstoff zur Produktion von Wellkarton und anderen Kartonverpackungen. Das Reject, die Anteile Aluminium und Polyethylen, dient als Ersatzbrennstoff in der Zementindustrie und spart damit fossile Brennstoffe.

„Glugg glugg und zrugg“

Getränkekartons weisen heute schon eine gute Ökobilanz auf. Werden Getränkekartons in Zukunft nicht mehr verbrannt, sondern konsequent recycelt, dann reduziert sich die CO2-Belastung nochmals zusätzlich und nachhaltig. Und vor allem: Wertvolle Ressourcen werden geschont, bestehende Rohstoffe genutzt und wiederverwertet.

 

    

MARKETING+KOMMUNIKATION: KONSUMENTEN BEFÜRWORTEN GETRÄNKEKARTON-RECYCLING

Rund 80 Prozent der Verbraucher sprechen sich für ein Recycling von Tetrapak und Co. aus. Durch eine aktuelle Studie des Gottlieb Duttweiler Instituts fühlt sich der Verein Getränkekarton-Recycling Schweiz in seiner Absicht bestärkt, ab 2014 ein landesweites Sammel- und Recyclingsystem aufzubauen.

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