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Dafür setzen wir uns ein

Getränkekartons sind nebst Glas- und PET-Getränkeflaschen mit rund 700 Millionen Stück pro Jahr die dritthäufigste Getränkeverpackung. Während für Glas und PET die Verordnung über Getränkeverpackungen greift, gelten für die Abgabe und Rücknahme von Getränkekartons keine Bestimmungen. Gemeinsam mit unseren Partnern bauen wir ein freiwilliges Recyclingsystem auf.

Dafür setzen wir uns ein

Eine nationale Sammlung für alle

Wir möchten ein schweizweites und flächendeckendes Sammelsystem. Damit alle die Möglichkeit erhalten, ihre Getränkekartons zu recyceln. Denn neun von zehn Schweizerinnen und Schweizern würden Getränkekartons recyceln, wenn sie die Möglichkeit dazu hätten.

Verursachergerechte Finanzierung ist notwendig

Für eine nachhaltige nationale Getränkekarton-Sammlung braucht es eine verursachergerechte Finanzierung. Das ist in der Schweiz üblich. Eine Möglichkeit ist ein vorgezogener Recyclingbeitrag (vRB). Dabei wird ein Betrag von beispielsweise 1-2 Rappen pro Verpackung erhoben. Davon wird das Sammelsystem finanziert. Selbst wenn der Betrag auf den Konsumenten abgewälzt wird, kommt ihn das günstiger zu stehen, als die Abfallgebühren. Grundlage für eine solche vorgezogene Gebühr ist eine freiwillige Branchenvereinbarung. Dies scheint in der aktuellen Lage keine Option zu sein. Der Verein GKR evaluiert daher Lösungen im Ausland und prüft, welche sich auf die Schweiz adaptieren lassen, so dass eine Sammlung, die im Ausland schon längst gang und gäbe ist, auch im Recyclingland Schweiz möglich wird.

Gemeinsam erreichen wir mehr

Von Gemeinden über Entsorger bis zu Detailhändlern – alle unsere Partner leisten ihren Beitrag. Auch die Bevölkerung macht in den Sammelregionen mit grossem Interesse mit. Für eine nationale Sammlung braucht es aber das Engagement von der gesamten Branche. Um den Kreis der Unterstützer laufend zu vergrössern, stehen wir mit allen wichtigen Akteuren im Dialog.

Ergebnisse

Von 2012 bis 2014 testete der Verein Getränkekarton-Recycling Schweiz Sinn und Machbarkeit einer landesweiten Separatsammlung für Getränkekartons. Dazu wurden in über 70 Ortschaften 90 öffentlich zugängliche Sammelstellen bei Gemeinden, Entsorgern und Detailhandelsfilialen eingerichtet. Die Resultate sprechen für sich. Mehr...

ALDI SUISSE startete im August 2016 in allen Schweizer Filialen die Sammlung von Getränkekartons gemeinsam mit Plastikflaschen, um diese dem Recycling zuzuführen. Drei Jahre später wird das Pilotprojekt durch ALDI SUISSE wieder eingestellt, weil zu viele Getränkekartons von den Konsumenten zurückgebracht werden. Mehr...

Die wichtigsten Fakten

  • Der Getränkekarton ist die drittgrösste Fraktion bei den Getränkeverpackungen (700 Mio. Stück pro Jahr, 20’000 Tonnen)
  • Während für Glas und PET die Verordnung über Getränkeverpackungen greift, gelten für die Abgabe und Rücknahme von Getränkekartons keine Bestimmungen.
  • Mit einem schweizweiten Getränkekarton-Recycling kann jährlich die Abholzung einer Waldfläche in der Grösse von 11’000 Fussballfeldern eingespart werden.
  • Heute gibt es rund 100 Sammelstellen, die auf freiwilliger Basis Getränkekartons annehmen.
  • Das Recycling von Getränkekartons ist ein Kundenbedürfnis. Neun von zehn Konsumenten würden Getränkekartons recyceln, wenn sie dazu die Möglichkeit hätten (GfK-Studie).
  • In der Praxis bestätigen die erfolgreichen Pilotversuche mit Gemeinden und bei ALDI SUISSE das hohe Kundenbedürfnis.