top of page
GKR_Logo_RGB_Lime.png

Leer getrunken und jetzt? Fünf Hürden beim Getränkekarton-Recycling – und wie sie gemeistert werden!

Philomena Martig
vor 12 Stunden
3 Min. Lesezeit

Der Getränkekarton ist leer – und was jetzt? Mit dem Recycling-Bag für Getränkekartons und Plastik sollte das Sammeln im Haushalt einfach sein. Doch Fragen wie «Wo kaufe ich den Recycling-Bag?» oder «Welche Verpackungen gehören hinein?» können schnell für Unsicherheiten sorgen. Wir schaffen Klarheit und erklären, wie fünf typische Hürden beim Getränkekarton-Recycling gemeistert werden können.


Recyclingsack

 «Wo kaufe ich den Recycling-Bag?»

Die Recycling-Bags sind im Detailhandel sowie bei Werkhöfen erhältlich. Wie bei herkömmlichen Abfallsäcke werden sie jedoch teilweise nicht im Verkaufsbereich ausgestellt und sind dadurch nicht immer ersichtlich.


So schaffen Sie es über die Hürde: Unsere Sammelmap zeigt auf einen Blick, wo sich Verkaufsstellen in Ihrer Nähe befinden. Beim nächsten Einkauf können Sie beispielsweise direkt beim Verkaufspersonal an der Kasse nach den RecyBags fragen.


Wie es Sara schafft, die Recycling-Bags zu finden, erfahren Sie im Video.



«Wieso zahle ich für den Recycling-Bag?»

Im Alltag geben wir viel Geld für Dinge aus, die uns wichtig sind. Beim Recycling hinterfragen wir den Preis hingegen schnell. Dabei ist Recycling nicht gratis: Sammlung, Sortierung und Wiederverwertung müssen organisiert und finanziert werden. Beim Recycling-Bag werden diese Kosten für Konsument:innen direkt sichtbar, und genau das kann im ersten Moment abschrecken.


Die Erklärung für diese Hürde: Bei Wertstoffen wie PET oder Aluminium ist die Recyclinggebühr schon im Kaufpreis enthalten. Man spricht hier von einer vorgezogenen Finanzierung. Das bedeutet, dass Sie beispielsweise beim Kauf einer PET-Flasche automatisch einen kleinen Beitrag (1 bis 2 Rappen) für deren Recycling zahlen, diese Kosten aber nicht direkt spüren. Beim Recycling-Bag sind diese Kosten für die Konsument:innen direkter spürbar, weil sie den Bag – wie übrigens auch den Abfallsack – aktiv kaufen müssen. Man spricht hier von einer nachgelagerten Finanzierung.

Klare Informationen und Transparenz zur Finanzierung sind essenziell, um das Vertrauen in das Sammelsystem zu stärken und die Bereitschaft zum Recycling zu erhöhen. Mit dem Kauf der Recycling-Bags werden Sammlung und Verwertung der gesammelten Wertstoffe mitfinanziert.


Übrigens: Der Recycling-Bag ist in den meisten Gemeinden günstiger als der Abfallsack. Falls also bei Ihnen Getränkekartons und Plastik noch immer im Abfallsack landen, wäre dies ein zusätzlicher Anreiz, diese Verpackungen ab sofort in einem Recycling-Bag zu sammeln.


«Keinen Platz für den Recycling-Bag – und was jetzt?»

Wer in einer kleinen Wohnung lebt, kennt das Problem: Fürs Recycling braucht es Platz – und den hat man nicht immer. Schnell wird der Balkon zum Zwischenlager oder der Recycling-Bag steht in der kleinen Küche dauernd im Weg.


So schaffen Sie es über die Hürde: Kleinere Bags (z. B. 17 L) benötigen weniger Platz. Alternativ bieten sich Behälter oder Boxen an, in denen die Bags eingepasst werden können.


Und noch ein Tipp: Den Recycling-Bag regelmässig zur Sammelstelle bringen, statt ihn lange stehen zu lassen. Das schafft Platz und hilft gleichzeitig, unangenehme Gerüche zu vermeiden.

 

«Was gehört in den Recycling-Bag?»

Braucht es ein Recycling-Diplom, um zu wissen, was in den Bag gehört? Die gute Nachricht: Nein. Trotzdem kann man schon einmal ins Grübeln kommen: Welche Verpackungen dürfen beispielsweise in den RecyBag?


Frau hält Recybag in der Hand in der Küche. Ein Getränkekarton steht daneben.

So schaffen Sie es über die Hürde: Die wichtigsten Informationen, welche Verpackungen in den Bag gehören, finden Sie direkt auf diesem aufgedruckt. Im RecyBag können Kunststoffverpackungen wie Joghurtbecher oder Folien sowie Getränkekartons (Milchverpackungen usw.) gesammelt werden. Tipp, um Platz zu sparen: Getränkekartons flach drücken, Deckel drauf und ab in den Recycling-Bag.


«Wo bringe ich den Recycling-Bag zurück?»

Wenn Recycling bedeutet, dass man für die Rückgabe der Wertstoffe einen halben Nachmittag benötigt, ist die Motivation dafür verständlicherweise klein.

Sammelkarte Handy

So schaffen Sie es über die Hürde: Vielleicht liegt die nächste Sammelstelle ja genau dort, wo Sie heute sowieso noch vorbeikommen? Kurz auf der Sammelmap nachschauen, Bag schnappen und bei der nächsten Sammelstelle abgeben. So wird das Recycling zum selbstverständlichen Teil des eigenen Alltags.


Getränkekarton-Recycling geht auch einfach

Oft sind es keine grossen Veränderungen, sondern kleine Gewohnheiten im Alltag, die den Unterschied machen. Was aber auch klar ist: Das Sammelsystem muss eine möglichst hohe Convenience bieten.


In diese Richtung entwickelt sich die Schweiz: Mit den neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen wird der schweizweite Ausbau der Sammlung ab 2027 deutlich vereinfacht. RecyPac erweitert das Netz an Verkaufs- und Sammelstellen kontinuierlich. So soll es bald flächendeckend Möglichkeiten geben, Getränkekartons und Plastikverpackungen einfach und unkompliziert zu sammeln.



Über die Autorin


Philomena Martig

Praktikantin




 
 
bottom of page