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Das Potenzial beim Getränkekarton-Recycling ist längst nicht ausgeschöpft!

  • Autorenbild: Laura Waldmeier
    Laura Waldmeier
  • vor 2 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 4 Stunden

Mit unserem Stand am Streetfoodfestival in Zürich hatten wir die Chance, direkt mit Festivalbesucher:innen ins Gespräch zu kommen und spannende Einblicke zu gewinnen. Dabei ist uns aufgefallen: Beim Sammeln und Recyceln von Getränkekartons gibt es noch offene Fragen, die wir hier beantworten.


Streetfoodfestival Zürich 2026 Stand GKR

Wieso gehören Getränkekartons eigentlich nicht in die Kartonsammlung?

Getränkekartons, die in praktisch jedem Kühlschrank zu finden sind, bestehen zwar zu rund 75 % aus Papierfasern. Daneben enthalten sie aber auch hauchdünne Schichten aus Polyethylen und meist noch eine feine Lage aus Aluminium. Diese Materialkombination ist kein Zufall. Sie sorgt dafür, dass Lebensmittel wie Milch oder Orangensaft hygienisch verpackt und länger haltbar sind.


Genau deshalb gehören Getränkekartons eben nicht in die Kartonsammlung.


Aber wohin dann mit den leeren Getränkekartons?

Ganz einfach: ins Recycling. Denn alle Bestandteile eines Getränkekartons lassen sich durch Recycling wiederverwenden. Deshalb gehören sie auch nicht in den Abfall.


Hier kommen die Recycling-Bags, zum Beispiel von RecyPac, ins Spiel. Darin können leere Getränkekartons und Kunststoffverpackungen gesammelt werden – ja, genau zusammen im gleichen Sack. Die Getränkekartons werden dann zu einem späteren Zeitpunkt fürs Recycling wieder aussortiert.

Illustration Recycling-Bag

Wo gibt es Recycling-Bags zu kaufen und wo sind die Abgabestellen?

Die gebührenpflichtigen Recycling-Bags sind vielerorts im Detailhandel oder auf Recyclinghöfen erhältlich. Dort können die gefüllten Säcke in der Regel auch wieder abgegeben werden.


Wo sich die nächste Verkaufs- und Sammelstelle befindet, zeigt unsere Sammelmap. Also einfach kurz nachschauen und die nächstgelegene Stelle finden zum Kaufen und Zurückbringen der Säcke – und los geht’s.


Mit RecyPac wird ein schweizweites Verkaufs- und Sammelsystem für Getränkekartons uns Kunststoffverpackungen aufgebaut. Es kann sein, dass es noch nicht überall gleich um die Ecke eine Sammelstelle gibt, das Netz wird jedoch laufend ausgebaut und wächst stetig.

 

Wieso sind die Recycling-Bags gebührenpflichtig?

Ein funktionierendes Sammelsystem muss finanziert werden. Bei den Recycling-Bags geschieht dies über die Sackgebühr, ähnlich wie wir es von den offiziellen Abfallsäcken her kennen.


Auch bei anderen Systemen wie etwa PET oder Glas beteiligen sich die Konsument:innen an den Kosten. Dort erfolgt die Finanzierung jedoch bereits beim Kauf der Produkte und ist somit bereits im Produktpreis enthalten.

 

Was ist sonst noch gut zu wissen beim Getränkekarton-Recycling?

Damit möglichst viele Getränkekartons in einen Recycling-Bag passen, gibt es einen einfachen Trick: Deckel ab, Luft raus, flach pressen und Deckel wieder drauf.

 

Illlustration flacher Getränkekarton

 


Was entsteht denn eigentlich aus den recycelten Getränkekartons?

Das Schöne am Recycling ist, dass wertvolle Materialien wieder für neue Produkte eingesetzt werden. Der grösste Anteil eines Getränkekartons besteht aus Papierfasern. Daraus entstehen beispielsweise Taschentücher oder Haushaltspapier, aber auch Pizzakartons und Notizbücher.


Aus den Kunststoff- und Aluminiumbestandteilen werden unter anderem Möbel, Rohre oder auch Kugelschreiber hergestellt.

So bleiben die Materialien im Kreislauf und wertvolle Ressourcen werden geschont.

 

Mit unserem kleinen Getränkekarton-Recycling-Update haben wir die häufigsten Fragen aus unseren Gesprächen am Streetfood Festival aufgegriffen. Mit diesem zusätzlichen Know-how sind Sie recycling-fit und wissen, wie Getränkekartons richtig gesammelt und recycelt werden.

 



Über die Autorin


Laura Waldmeier

Praktikantin

Laura Waldmeier kommt aus der Schweizer Textil- und Modebranche und bringt eine grosse Leidenschaft für Gestaltung mit. Ihr Interesse an Recycling und Kreislaufwirtschaft hat sie mit einer Weiterbildung im Nachhaltigkeitsbereich vertieft. Beim Verein GKR findet sie besonders die Schnittstellen zwischen Kommunikation, Politik und Kreislaufwirtschaft spannend.



 
 
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